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Taschengeld für Kinder: Das richtige Verhältnis zum Geldausgeben und Sparen lernen

Das eigene Taschengeld ist für Kinder der erste Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit. Ab jetzt entscheiden nicht mehr die Eltern, was gekauft wird, sondern der Nachwuchs selbst – zumindest teilweise. Das bedeutet aber auch, dass der Tochter oder dem Sohn auf einmal bewusst wird, wie schnell Geld wieder weg sein kann.

Wann der richtige Zeitpunkt ist, um zum ersten Mal über Geld zu sprechen, hängt von der persönlichen Entwicklung des Kindes ab. Generell gilt aber: Sobald Kinder ein Verständnis für Zahlen entwickeln, können sie auch den Wert von Geld begreifen.

Wie viel Taschengeld ist angemessen?

Wie hoch das Taschengeld sein sollte, ist abhängig vom Alter des Kindes. Orientierungshilfen gibt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Empfehlenswert ist es, wenn Eltern das Taschengeld altersgemäß staffeln. Grundschulkinder etwa können noch meist selten einen Monat im Voraus planen. Deshalb ist es sinnvoll, ihnen das Taschengeld zunächst wöchentlich auszuzahlen.

Alter/Jahre  Betrag in Euro
Unter 6 Jahre  1 – 2 Euro/Woche
6 bis 7 Jahre  2 – 3 Euro/Woche
8 bis 9 Jahre  3 – 4 Euro/Woche
10 bis 11 Jahre  15 – 25 Euro/Woche
12 bis 13 Jahre  20 – 30 Euro/Woche
14 bis 15 Jahre 25 – 45 Euro/Monat
16 bis 17 Jahre* 40 – 60 Euro/Monat
ab 18 Jahre* 55 – 75 Euro/Monat

*Für Jugendliche ab 16 Jahren gelten diese Beträge vor allem dann, wenn sie wirtschaftlich noch ganz von den Eltern abhängig sind, zum Beispiel als Schülerinnen und Schüler.
QUELLE: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stand 2025

Es gibt aber auch andere Herangehensweisen: Beispielsweise kann sich das Taschengeld an der Klassenstufe orientieren. Das heißt, in der ersten Klasse erhält das Kind einen Euro, in der zweiten Klasse zwei Euro…

Was Kinder durch Taschengeld lernen

Mit Taschengeld lernen Kinder, dass Geld nicht unbegrenzt verfügbar ist. Sie müssen entscheiden, wofür sie es ausgeben möchten, und lernen, wie man sich durch regelmäßiges Sparen einen größeren Wunsch verwirklichen kann. So entwickeln sie Schritt für Schritt ein Gefühl für den Wert von Geld und für eigene Prioritäten.

Wie Eltern das Thema Geld gut erklären

Am besten sprechen Sie im Alltag über Geld. Beim Einkaufen lässt sich zum Beispiel gut demonstrieren, warum man Preise vergleichen sollte oder dass das Budget in aller Regel nicht groß genug ist, um sich jeden Wunsch sofort zu erfüllen. Wichtig ist, dass die Gespräche über Geld zum Alter Ihres Kindes passen. Sobald Kinder erste Zahlen sicher verstehen, können sie meist auch ein erstes Gefühl für Geld entwickeln.

Worauf Eltern achten sollten

  • Taschengeld erfüllt seinen Zweck am besten, wenn es regelmäßig gezahlt wird. Kinder können nur dann lernen, mit einem festen Betrag auszukommen.
  • Hilfreich ist, vorab zu klären, wofür das Taschengeld gedacht ist. So weiß das Kind, welche Ausgaben es selbst übernimmt und welche weiter von den Eltern bezahlt werden.
  • Taschengeld sollte nicht als Strafe gestrichen werden.
  • Kinder sollten mit dem Geld eigene Erfahrungen machen dürfen.
  • Kleine Fehlentscheidungen gehören dazu und sind Teil des Lernens.
  • Sparen lernen: Vom Sparschwein zum eigenen Konto

Sparen lernen: Vom Sparschwein zum eigenen Konto

Taschengeld ist ja schön und gut. Aber lernt ein Kind damit auch zu sparen – oder nur, wie man Geld ausgibt? Früher war es das Sparschwein, das Haben und Nicht-Haben verständlich machen sollte. Für jüngere Kinder ist das auch heute noch der richtige Ort, um das Taschengeld zu verwahren.

Ab welchem Alter sich ein Kinderkonto oder ein Taschengeldkonto anbietet, ist von Kind zu Kind verschieden. Um das Kind mit einem Konto vertraut zu machen, können Eltern das monatliche Taschengeld per Dauerauftrag überweisen. Keine Sorge, das Konto gehört zwar dem Kind, die Eltern bleiben aber verfügungsbefugt, bis der Nachwuchs volljährig ist. Außerdem läuft das Konto auf Guthabenbasis. Wenn das Konto nicht gedeckt ist, kommt der Sohn oder die Tochter also auch nicht an Geld. Auch Überweisungen oder Lastschriften werden nur dann ausgeführt, wenn das Konto ein entsprechendes Guthaben aufweist.

QUELLE: Bundesverband deutscher Banken e.V.

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